
Kaltplasma-Behandlungen - kontrollierte Physik für Haut, Nägel und Mikroorganismen
In der Podologie, Fußpflege und Kosmetik wachsen die Anforderungen an Behandlungen stetig. Neben einer überzeugenden Wirksamkeit gewinnen Faktoren wie Verträglichkeit, Hygiene, Nachhaltigkeit und reproduzierbare Ergebnisse zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigt die Zahl chronischer, mikrobiell bedingter oder regenerativer Haut- und Nagelprobleme – von Nagelpilz über sensible Haut bis hin zu gereizten oder entzündlichen Hautzuständen.
Eine Technologie, die genau an dieser Schnittstelle ansetzt, ist Kaltplasma. Ursprünglich aus der medizinischen Forschung entwickelt, findet es heute immer häufiger Anwendung in podologischen und kosmetischen Praxen. Sein besonderer Vorteil: Kaltplasma wirkt weder chemisch noch thermisch, sondern über gezielt gesteuerte physikalische Impulse, die individuell an unterschiedliche Haut- und Nagelzustände angepasst werden können.
Was ist Kaltplasma?
Atmosphärisches Kaltplasma ist ein ionisiertes Gas mit einer Temperatur von etwa 38 °C. Es entsteht, wenn Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle der Umgebungsluft durch elektrische Energie aktiviert werden. Dabei bildet sich ein komplexes Gemisch hochaktiver Bestandteile, darunter:
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reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS/RNS)
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freie Elektronen sowie weitere geladene Teilchen
Diese kurzlebigen und hochreaktiven Komponenten entfalten ihre Wirkung direkt an der Hautoberfläche – ohne das Gewebe zu erhitzen oder zu schädigen.
Kaltplasma als gezielt eingesetzter Stimulus
Entscheidend ist nicht allein das Vorhandensein dieser aktiven Teilchen, sondern deren kontrollierte Dosierung und Zusammensetzung. Kaltplasma wirkt nicht pauschal, sondern kontextabhängig.
Einzellige Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze reagieren empfindlich auf den oxidativen Reiz und erleiden strukturelle Schäden. Menschliche Hautzellen hingegen verfügen über differenzierte Schutz- und Regulationsmechanismen. Sie interpretieren denselben Reiz als Signal und aktivieren antioxidative, regenerative sowie stabilisierende Prozesse.
Diese selektive Wirkweise bildet die Grundlage für das breite Einsatzspektrum von Kaltplasma in Podologie, Fußpflege und Kosmetik.




